1990 veranstaltete die Firma Kastner eine touristische Reise nach Leningrad
(das heutige St. Petersburg).
Die damalige Reisegruppe interessierte sich nicht nur für die Sehenswürdigkeiten
der wunderschönen Stadt und äußerten den Wunsch ein Waisenhaus
zu besuchen.
Das Hotel in St. Petersburg, in dem die Gruppe untergebracht war, ermöglichte ihnen dann einen Besuch im städtischen Waisenhaus Nr. 8.
Die Besucher wurden herzlich aufgenommen. Im Gespräch mit der Heimleitung
stellten sie fest, daß es an allen Ecken und Enden fehlt. Die Kinder
hatten nicht die Kleidung um im Winter draußen zu spielen, es war kein
Spielzeug vorhanden und auch die Verpflegung war sehr dürftig. Die Gruppe
verteilte an die Kinder kleine Geschenke und Süßigkeiten und versprach, in
Zukunft zu helfen.
Zu Hause wurden Freunde und Bekannte angesprochen, es wurden Kinderbekleidung,
Schuhe und Spielzeug gesammelt und Lebensmittel gekauft.
Seither veranstaltete die Fa. Kastner ein bis zweimal jährlich eine sogenannte
Spendenfahrt. Hierbei handelte es sich um eine kombinierte Bus- und Schiffsreise
mit vollem Besichtigungsprogramm in St. Petersburg mit deutschsprachiger
Reiseleitung. Ein Vormittag ist reserviert für unser Waisenhaus.
Die Reisegruppe besteht meistens aus ca. 20 "Gleichgesinnten" und
jeder freie Platz im Bus wird aufgefüllt mit gesammelten und gekauften
Spenden.
Da die Kontrollen an den Grenzen immer komplizierter werden, haben wir uns im Jahr 2000 Jahren entschlossen, den Verein "Waisenkinderhilfe St. Petersburg e.V." zu gründen, um besser helfen zu können. Der Verein hat es inzwischen geschafft, als gemeinnützig anerkannt zu werden. In dieser kurzen Zeit ist es uns gelungen, etwa 200 Mitglieder zu werben.
Natürlich freut uns die hohe Sachspendenbereitschaft unserer Mitglieder. Doch jetzt bereitet uns der Transport Schwierigkeiten. Es wird immer schwerer Teilnehmer für diese Reise zu finden. Sollte die Spendenfahrt in Zukunft wegen zu geringer Nachfrage nicht mehr zustande kommen, müssen wir für einen Transport ca. 5 000 € bezahlen.